Sascha E. Lübke


Sascha E. Lübke: Dann

Gedichte Sascha E. Lübke

Wo findest Du Dir statt
Im Schmerz Am Weg
Daran die Stimme klebt
Das Licht

Wie fällst Du Dir nach
Um Tag In Maß
Herum steigt und klingt Hinein
An Schatten

Wann legst Du Dich an
Unter Wuchs Zu Tanz
Wo ein Satz Arbeitet
Von Mühe

Sascha E. Lübke: Reisedenken

Gedichte Sascha E. Lübke

Reisedenken
Quellende Risse
Gestochen Scharf, in die Kuppel
Zuckend
Lachen
Kurz
Schluss
kratzt in das Rund
Eingedrückt vorgestellt-
schlagen
Die kleine Masse
in der Ecke
strömt sich aus
in Fasern und Blitzen
zittern die Lügen
die Bewegung
Entwegt im Sprung
Also Ver-
Antwortung
Ver-
Wegen
erfällt sich
das Licht
Die Punkte, die Stellen
die Bezüge im Quadrat
drehen
fügen
den Anfang
Bruch
Und Ausdehnung
Sein
UND
Nichtsein

Sascha E. Lübke: Ein wirres Fleisch

Gedichte Sascha E. Lübke

Ein wirres Fleisch
Sich
In den Schatten
Dreht
Keucht
Dazu die Freude
Mischt die Töne
Auf den Augenwänden
Tanzt ein Spiel
Frage und Antwort
Keines kennt sich

Sascha E. Lübke: Unter die Augen …

Gedichte Sascha E. Lübke

Unter die Augen
Steht es geschrieben
Mit Bildern vollgesogen
Lichtes Gefängnis Gewalt
Aufzuquellen
Treibt das Kraulen
Gleitet an Mauriges
Weich und Glatt und voller Saft
Verklingt das Ich Hier
Äussern Innern
Sturz hindurch die
Rechnung im
Leeren

Sascha E. Lübke: Nebeltanz

Gedichte Sascha E. Lübke

Von einem grauen Kindergesicht
Tropft ein zähes Lachen.
Vom blassen Nebel umschmiegt,
Ist ein Traum in seinen Wehen verreckt.

Ein blutiger Schnee fällt,
Vom grauen Nebel verrußt,
Durch schwache Augen;
In den Wundenschoß vergangener Wünsche.

In die Schwärze erstarrter Angst,
Feucht im blutigen Dunst,
Dringt eine sich drehende Liebe,
Sich erdrosselnd im Narbengeflecht der eisernen Tränen.

Eine Flamme brennt tief
Unterm schwärzenden Himmelssturz;
Labt sich das würgende Fleisch;
Reinigt zur Höhle der Dumpfheit.

Die goldene Wut wälzt sich hinaus;
Dazu die tanzenden Flammenschleier;
Leckt, frißt den Humus fort;
Fegt in stolzen Wirbeln auf zum Firmament.

Frei von trüben Gerüchen,
Glättet die Sonne ihre Wellen
Zum goldenen Zeitalter der Nacht,
Bereit sich um sich selbst zu rollen.