Annette Schäfer


Annette Schäfer: Du willst wirklich wissen wie man mich zähmt?

Gedichte Annette Schäfer

Du willst wirklich wissen
wie man mich zähmt?
Dann lass mich frei!
Niemals kann ich immer bei dir sein,
ich seh’s herzschlagend ein
und du musst es bitte auch tun,
niemals dürfen wir uns dort ausruhen.

Der Eine sucht, und ich
will für immer vor der Liebe fliehen
nie habe ich mich dafür beworben,
igendwas an dieser Liebe ist verdorben
und fault vor sich hin:
du weisst nicht wer ich bin!

Ruckediguh,
Blut ist im Schuh,
die rechte Braut, die sitzt daheim,
ich werd‘ und will es niemals sein,
hau bloß ab mit
deinem Heiligenschein!
Wärst du ein Messer,
ich könnt mich nicht einmal mehr an dir schneiden,
stumpf, Baby,
du bist so
unglaublich stumpf.

Annette Schäfer: Irgendwann im November

Gedichte Annette Schäfer

Die frische Kälte strömt herein,
und ohne dich zu fragen
kriecht sie durch Kleidung
zu dir hindurch.
Lässt dich innerlich erschauern.
Ohne eine Spur von Bedauern
macht sie sich daran,
dir das Frieren bei zu bringen,
dass ist ihr das Wichtigste
von allen Dingen.
Zittern sollst du
am ganzen Leib,
damit’s dir ja frostig
wach ums Herzlein bleibt.

Annette Schäfer: Who You Are?

Gedichte Annette Schäfer

Finde dich selbst,
das ist leicht gesagt,
wenn man vor 20 verschiedenen
Waschmitteln steht,
nur,
weil man einen Fleck
auf der Hose hat.

Annette Schäfer: Irgendwann im November II

Gedichte Annette Schäfer

Der Regen klatscht ans Fenster
und ich in die Hände!
Ach, du dunkle Jahreszeit,
wie mich deine
Trostlosigkeit
erfreut.
Tief in meinem Blut
machst du mir
unsagbar Mut.
Mut, der nicht
weit entfernt von
Verzweiflung liegt.

Annette Schäfer: In Wien

Gedichte Annette Schäfer

Die Mauern und Häuser
sprechen Bände,
mein Herz halte ich
in den Händen
und schnappe nach
deinem Charme,
wie der Frosch
nach der Fliege.
Auf das das Gute
ewig siege!