Zurück ans Ufer

Sternkalt

16.05.2016
Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Sternkalt
Leuchtet gelb auf deinen Wangen
Das schmale Licht aus meinen Mauern.

Du siehst mich nicht,
Weil ich so nah bin,
Und Wolken zeichnen wilde Träume.

Berge summen dunkle Töne;
Wir sind allein
In diesen Tagen.

Funkensekunden
Blinzeln in der Luft;
Ein warmes Herz, helle Gestalten.

Golden

05.06.2016
Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Golden
Sinkt der Tag
In Deine Hand,
Strahlt in Dein Haar,
Aus Deinen Augen.

Leuchtkäfer
Ziehen leise
Durch das Tal,
Und Hände falten sich
Gemeinsam, still.

Federn
Streicheln sanft
Die Haut,
Und Sterne funkeln
In den Adern.

Herzen schlagen
Brust an Brust,
Und Augen
Schließen sich
So warm.

Zurück ans Ufer

18.06.2016
Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Du treibst am Meeresgrund
Und atmest flach
Das letzte Licht.
Boote schweben
Auf den Wellen,
Und violette Strahlen
Schneiden
In die Brust.
Brennen
Wandelt sich
In sanftes Glimmen,
Und Schlaf trägt dich
Zurück ans Ufer.

Kontinuum

02.07.2016
Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Schritt für Schritt,
Keine Rast am Wegrand.
Freude und Schmerz
Im Brennglas des Körpers.

Ein wundervolles Leuchten
Auf dem Dunkel der Kissen,
Und Sehnsucht wird greifbar;
Ich fühl dich in meiner Haut.

Mein Zittern wird lauter,
Vibriert durch die Knochen;
Tränen und Schweiß
Tanzen wie Regen durchs Zimmer.

Ich lasse dich los,
Und du steigst in den Himmel;
Ein Stern in meinen Augen,
Dein Weltraum mein Mantel.

Wir kehren zurück in unsere Schatten,
Und die Herzen schlagen weiter,
Alleine im Rhythmus
Aus Lächeln und Furcht.

Der letzte Abschied ist sicher,
Ohne Erbarmen und kalt;
Das Leben zieht den Schlussstrich –
Bitte bleib in meinem Kreis …

Dein inneres Lied

30.07.2016
Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

In meinen dunklen Momenten
Sehe ich dennoch dein Licht;
Wie ein wandernder Stern
Ziehst du am Himmel Kreise.

Wenn die Gedanken zittern,
Der Damm des Herzens bricht,
Deck ich mich in deine Haut,
Spür deine Küsse ganz leise.

Deine Dämonen sind Engel,
Die ich zu dir sende;
Und wie ein Feuerwerk
Versprühst du deine Lust.

Treib durch die Stille danach,
Schließ deine Augen und Hände,
Und fühl dein inneres Lied
Im warmen Puls deiner Brust.