Zurück ans Ufer

Dein inneres Lied

Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

In meinen dunklen Momenten
Sehe ich dennoch dein Licht;
Wie ein wandernder Stern
Ziehst du am Himmel Kreise.

Wenn die Gedanken zittern,
Der Damm des Herzens bricht,
Deck ich mich in deine Haut,
Spür deine Küsse ganz leise.

Deine Dämonen sind Engel,
Die ich zu dir sende;
Und wie ein Feuerwerk
Versprühst du deine Lust.

Treib durch die Stille danach,
Schließ deine Augen und Hände,
Und fühl dein inneres Lied
Im warmen Puls deiner Brust.

Golden

Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Golden
Sinkt der Tag
In Deine Hand,
Strahlt in Dein Haar,
Aus Deinen Augen.

Leuchtkäfer
Ziehen leise
Durch das Tal,
Und Hände falten sich
Gemeinsam, still.

Federn
Streicheln sanft
Die Haut,
Und Sterne funkeln
In den Adern.

Herzen schlagen
Brust an Brust,
Und Augen
Schließen sich
So warm.

Hoffnung stirbt verletzt

Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Schwirr und laut
Taumelst du in die Kälte,
Durch Blüten, Lippen,
Feuerkreise.

Der Schrei erstickt;
Wasser friert in die Fasern,
Und Glas reißt Furchen
In das Blut.

Ein Wort erlischt,
Treibt durch die Nacht alleine,
Und Hoffnung stirbt verletzt
Zwischen den grellen Farben.

Im Traum wachst du

Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Tief in mir,
In blauen Nebeln,
Flackern Kerzen,
Warm und weit.

Es stürmen Zäune,
Augen prasseln
Umher, empor
Im Wirbelwind.

Im Traum wachst du
An meiner Seite,
Greifst fest
Die Dornen meiner Schulter.

Es klingt das Eis
So hell wie Glocken,
Pulsierend, rot
Durch Zyanhände.

Kontinuum

Gedichte Christoph Müller Zurück ans Ufer

Schritt für Schritt,
Keine Rast am Wegrand.
Freude und Schmerz
Im Brennglas des Körpers.

Ein wundervolles Leuchten
Auf dem Dunkel der Kissen,
Und Sehnsucht wird greifbar;
Ich fühl dich in meiner Haut.

Mein Zittern wird lauter,
Vibriert durch die Knochen;
Tränen und Schweiß
Tanzen wie Regen durchs Zimmer.

Ich lasse dich los,
Und du steigst in den Himmel;
Ein Stern in meinen Augen,
Dein Weltraum mein Mantel.

Wir kehren zurück in unsere Schatten,
Und die Herzen schlagen weiter,
Alleine im Rhythmus
Aus Lächeln und Furcht.

Der letzte Abschied ist sicher,
Ohne Erbarmen und kalt;
Das Leben zieht den Schlussstrich –
Bitte bleib in meinem Kreis …