Sterblich

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

Im Schlaf erblicke ich oft dein Gesicht:
Deine Augen starren
Trüb und kalt,
Als sähen sie mich nicht.

Und dein Haar ist ganz bleich;
Die Haut hängt
Faltig und alt.
Dein Körper zittert so schwach und weich.

Meine Hand fühlt an deinem Herz,
Keinen Schlag spüre ich
In diesem Traum.
In meinem Schädel flackert ein grausamer Schmerz.

Und ich erwache zuckend in meinem Schweiß
Und weine allein
In meinem leeren Raum.
Unser Haar war schon immer weiß.