Herzschlagfremde

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

Es fällt mir schwer
Zu sprechen.
Worte erscheinen mir
So fremd
Und leer.
Es ist dunkel geworden
In meinem Zimmer;
Ich habe versucht,
Die Sonne auszusperren.
Doch in mir brennt
Alles so zerrissen nichts.
Ich kann nicht
Ausbrechen,
Laufe ziellos
Durch die Gegend,
Weiß nicht, wohin
Ich soll.
Kannst Du meine
Schritte im Schnee hören?
Ich friere
In meiner Isolation.
Ich,
Ich,
Immer nur Ich.
Meine Finger krallen sich
In meine Rippen;
Könnte ich doch nur
Dieses Herz zudrücken,
Diesen Willen schließen.
Ich will leben!
Hörst Du mich pochen?
Hörst Du mich nicht –
Anklopfen?