Du bist mein Grab

Gedichte Christoph Müller Traumnarben

Komm und nimm mich
An den Händen,
Schließe mich fest
In deine Arme.
Küsse meinen Atem
Ein letztes Mal.
Trinke mich aus,
Sauge mich in dir auf.
Halte mich fest;
Ich zerfalle,
Ich muss vergehen.
Nimm dieses Korn;
Ich muss niedersinken.
Und meine blutigen Hände
Schmieren an dir hinab;
Mein Blick klammert
Sich tief in deine Augen
Und schließt sich.
Doch in deinen Träumen
Blühe ich unsterblich:
Deine Lippen
Lächeln mich,
Und deine Augen
Weinen mich.
Du bist jetzt mein Kind;
Ich wohne tief in dir,
Werde dich
Niemals verlassen.
Du bist mein Grab.