Ava

21.04.2021
Gedichte Christoph Müller Während Du schläfst

Nichts vergeht wie die Sekunde,
Als Du an meiner Seite warst.

Wir tranken einander und
Stießen tief in das Fleisch.

Flüsternd sprachst Du ihre Namen;
Meiner war einer davon.

Für eine Stunde vergruben wir uns,
Blühten auf zur gleichen Zeit.

Ich bin einer von vielen,
Und meine Saat ist leer –

Du bist der Samen,
Unser Geist ihre Welt:

Ava, gestiegen aus klarem Wasser,
Emporgehalten aus dem Seerosenteich.

Und die seelenlose Amme
Liegt im Keller und fault;

Der lächelnde Scherge,
Vergeht in seinen Ketten.

Im Lichte des Tunnels
Hängen entleibte Figuren;

Aus ihren geblichenen Knochen
Wachsen Deine Zähne.

Und im zerschmetterten Glas
Erstrahlt Regenbogenlicht – für Dich!